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Faulbaum – zieht Schmetterling, Bienen und Vögel an

Der Faulbaum, lat. Frangula alnus, wächst nicht nur als Baum, sondern auch als hoher Strauch. Seine Blüten sind eher unscheinbar, aber sie locken trotzdem zahlreiche Insekten an.

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Für Vögel, Bienen und Schmetterlinge ist der Faulbaum ein wahres Paradies. Wir Menschen hingegen nehmen seinen leicht modrigen Geruch schnell als störend wahr. Im Grunde genommen warnt uns hier unser urzeitlicher Schutzreflex, denn der Faulbaum ist für den Menschen sehr giftig! Sollte es zu einem Verzehr der Früchte oder anderer Teile vom Faulbaum kommen, ist sofort der Notruf zu wählen! Manche reagieren schon allein auf die Berührung mit der Pflanze, weshalb der Gärtner immer Handschuhe tragen sollte.
 
Ansonsten wächst der Faulbaum, der auch unter dem Namen Pulverbaum bekannt ist, nicht nur als kleiner Baum, bis zu einer ungefähren Höhe von sieben Metern, sondern auch als verzweigter Strauch von bis zu drei Metern. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen, die sich in den heimischen Gärten so finden, verträgt der Faulbaum Nässe sehr gut. Wobei ihm Staunässe natürlich trotzdem schaden kann.

Faulbaum – pflanzen & pflegen

Nachdem es sich beim Faulbaum um eine sehr pflegeleichte Pflanze handelt, ist er auch für Gartenanfänger oder Menschen ohne den sprichwörtlichen „Grünen Daumen“ sehr gut geeignet. Trotzdem benötigt er eine gewisse Aufmerksamkeit, wie beispielsweise einen jährlichen Pflegeschnitt und genügend Flüssigkeit. Wer einen genügend großen Kübel wählt, kann ihn auch darin kultivieren.

Pflanzzeit – Herbst oder Frühjahr

pflanzzeit Generell ist das Auspflanzen vom Faulbaum während des ganzen Jahres möglich, solange kein Frost herrscht – zumindest wenn es sich um Containerware handelt. Allerdings liegt die beste Zeit zum Pflanzen im Herbst und im Frühjahr. Anders hingegen sieht es aus, wenn es sich um einen wurzelnackten Faulbaum handelt. Dieser kann nur zwischen Mitte Oktober bis Ende November in die Erde.

Standort – sonnig bis halbschattig

standort Ausreichend Sonnenlicht am Standort vom Faulbaum ist wichtig, damit sich im Frühjahr genügend Blüten ausbilden. Ansonsten eignet sich eigentlich jeder Boden, solang er nicht zu karg und felsig ist. Wichtig ist eine gewisse Grundfeuchte im Substrat, weil der Pulverbaum einen feuchten Standort bevorzugt.

Pflanzenabstand – halbe Wuchsbreite

pflanzenabstand Beim Faulbaum gilt, wie bei so vielen anderen Pflanzen auch, eine alte Faustregel. Der Gärtner sollte beim Pflanzen zwischen zwei Faulbäumen einen Mindestabstand von einer halben Wuchsbreite lassen. Das gleiche gilt im Übrigen auch bei anderen Bäumen und Büschen.

Wuchshöhe – 3 bis 8 Meter

wuchshoehe Wie hoch ein Faulbaum wird, hängt sehr mit seiner Wuchsform zusammen. Es gibt Exemplare, die als verzweigter Strauch wachsen und keine so großen Höhen erreichen. Andere Exemplare hingegen wachsen als kleiner Baum und schießen mehr in die Höhe. Deshalb liegt die generelle Angabe zur Wuchshöhe vom Faulbau zwischen drei und acht Metern.

Blütezeit – Mai bis Juni

bluetezeit In der Zeit von Mai bis Juni bringt der Faulbaum seine Blüten aus. Sie sind im Gegensatz zu den später folgenden Früchten eher unscheinbar und weiß gefärbt.

Pflegeaufwand – gering

pflegeaufwand Steht der Faulbaum an einem guten Platz und bekommt er genügend Feuchtigkeit, so hat der Gärtner nicht viel Arbeit mit ihm. Lediglich bei Trockenphasen gilt es ihn täglich zu gießen. Mulch kann helfen die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Ansonsten ist nur eine Düngegabe im Frühjahr nötig und ein Rückschnitt, der davor erfolgen sollte. Aus diesem Grund ist der Faulbaum auch gut für Anfänger im Gartenbereich geeignet, weil er keiner besonderen Pflege bedarf.

Wasserbedarf – hoch

waesserung Der Faulbaum ist eine Pflanze, die immer genügend Feuchtigkeit benötigt, um gut gedeihen zu können. Dabei gedeiht er im Gegensatz zu vielen anderen Gartenpflanzen auch in nasser Erde, solange dort keine Staunässe herrscht. Sollte es eine Trockenphase geben oder der Faulbaum im Kübel stehen, muss ihn der Gärtner mindestens einmal täglich wässern. Deshalb ist der Wasserbedarf vom Pulverbaum als hoch anzusetzen.

Lebensdauer – mehrjährig

lebensdauer Nachdem es sich beim Faulbaum, je nach Sorte, um einen Baum oder einen Strauch handeln kann, hat der Gärtner auch länger Freude an ihm. Grundsätzlich ist der Faulbaum eine mehrjährige Pflanze, solange er die nötige Pflege bekommt.

Schnittzeit – zeitiges Frühjahr

schnittzeit Der alljährliche Erhaltungs- oder Verjüngungsschnitt vom Faulbaum ist immer im zeitigen Frühjahr nötig. Dabei gilt es Triebe, die abgestorben oder vertrocknet sind, gleich am Ansatz abzuschneiden. Ebenso verhält es sich mit Zweigen, die überkreuz oder nach innen wachsen. Ideal ist dabei eine Schnittsetzung von drei bis fünf Millimetern über dem letzten Auge, was nach außen gerichtet ist. Entstehen dabei größere Schnittwunden, so muss der Gärtner diese anschließend glätten, um Infektionen zu vermeiden. Versäumt der Pflanzenliebhaber über mehrere Jahre den Erhaltungs- und Pflegeschnitt, so verliert der Faulbaum nicht nur seine Wuchsform, sondern stirbt auch von innen heraus ab. Im Fachjargon wird dies als „vergreisen“ bezeichnet.

Faulbaum überwintern

winterhart Der Faulbaum gehört nicht nur zu den Laubgehölzen, sondern ist auch winterhart. Im Herbst, wenn die Temperaturen kühler sind, verfärbt sich sein Laub gelb. Einen Winterschutz benötigt der Faulbaum nicht, wenn er im Freien steht. Lediglich bei Kübelpflanzen muss der Gärtner etwas Zeit und Energie in einen Winterschutz investieren. Dabei bildet ein Styropor- oder Holzblock einen guten Schutz von unten, wenn der Pflanzkübel darauf steht. Eine dicke Mullschicht hingegen verhindert das Erfrieren der Wurzeln. Zuletzt gilt es das Pflanzgefäß mit Vlies, Bast, Hute oder Folie zum Umwickeln und so noch einmal zu schützen.

Vermehrung

Durch Absenker oder Steckhölzer lässt sich der Faulbaum am leichtesten vermehren. Beide Methoden, die hier zur Auswahl stehen, sind einfach und gelingen eigentlich fast immer. Wichtig ist nur, dass der Gärtner während der ganzen Zeit Handschuhe trägt, weil der Faulbaum giftig ist.
 
Für Absenker ist der Sommer eine gute Zeit, denn dann sind die Außentriebe noch biegsam. Der Trieb wird an der Stelle, wo er später im Boden steckt entlaubt und leicht eingeritzt. Danach gilt es ihn in die Erde zu setzen, unter die vorher etwas Kompost eingearbeitet wurde. Die Triebspitze aber bitte noch etwa 15 Zentimeter herausschauen lassen. Um zu verhindern, dass der Absenker gleich wieder aus dem Boden schnalzt, kann ihn der Pflanzenfreund mit Draht oder Krampen festhalten. Sobald der Ableger genügend Wurzeln gebildet hat, kann der Cut von der Mutterpflanze erfolgen.
 
Im Frühjahr hingegen, wenn sowieso der alljährliche Pflegeschnitt ansteht, ist die beste Zeit, um Steckhölzer zu schneiden. Diese entnimmt der Gärtner aus der Mitte von Trieben die schon ein bis zwei Jahre alt sind. Ideal ist eine Länge von 15 bis 20 Zentimeter. Auf dieser sollten sich allerdings schon zwei bis drei Blattknoten zeigen, die bereits gut entwickelt sind. Die Seite des Steckholzes, die vorher zum Stamm gerichtet war, kommt in die Erde.

Dünger und Pflanzsubstrat

Der Faulbaum benötigt nicht viele Düngemittelgaben. Er kommt eigentlich sehr gut damit aus, wenn ihm der Gärter am Anfang der Saison, also im Frühjahr, Volldünger zur Verfügung stellt. Gartenkompost, der danach in die Erde eingearbeitet wird, vervollständigt die Nährstoffgabe noch. Für das Pflanzsubstrat benötigt der Hobbygärtner eigentlich keine exotischen Zugaben. Der Faulbaum gedeiht eigentlich in jeder Gartenerde gut, sofern sie nur feucht genug ist.

Krankheiten und Schädlinge

Resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen ist der Faulbaum auf jeden Fall, sofern er die richtige Pflege bekommt. Trotzdem kommt es hin und wieder vor, dass ein Pilz- oder Schädlingsbefall auftritt. Besonders gefährlich ist dabei die Faulbaum-Gespinnstmotte. Ihre Flügelspannweite ist mit zwei Zentimetern nicht gerade klein zu nennen. Sie setzt ihre Eier gerne auf dem Faulbaum ab. Die Raupen, die sich daraus entwickeln sind zum einen gefräßig und zum anderen hindern sie den Baum mit ihren Gespinnsten daran, erneut Lebenskraft zu tanken. Bei einem kleinen Befall kann es helfen die befallenen Zweige zu entfernen. Später hilft nur noch das Ausbringen eines Insektizids.